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UFERPALAST - Kino garantiert ohne 3D

  • D 2021, 157 Min., DCP, FSK: ab 16, Regie: ANDREAS KLEINERT
Do 28.4. Fr 29.4. Sa 30.4. So 01.5. Mo 02.5. Di 03.5. Mi 04.5.
  19:00 20:45 17:00      

Buch: Thomas Wendrich, Kamera: Johann Feindt, Musik: Daniel Michael Kaiser, Jens Quandt.
Mit: Albrecht Schuch, Jella Haase, Ioana Iacob, Jörg Schüttauf, Anja Schneider

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst, der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller wer-den.
Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda und anderen Studenten mit einer Flugblattaktion in den Straßen Berlins – und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn und Thomas Brasch kommt ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Ohne Aussicht, gehört zu werden, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt, die Heimat. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Doch Brasch lässt sich nicht vereinnahmen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ost-Berlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben.
Durch die Dokumentation „Familie Brasch“ von 2018 erfuhr der 1945 geborene Brasch ein kleines Revival, das nun durch Andreas Kleinerts bio-graphischen Film „Lieber Thomas“ noch einmal gehörig an Fahrt gewinnen dürfte. Es gibt ja auch einfach eine Menge wieder oder gar neu zu entdecken bei einer der komplexesten und ambivalentesten Figuren des deutschen Kulturbetriebs, die die Kulturszene erst in Ost- und dann in West-Berlin aufmischte, aber nach der Wende trotzdem fast vollständig in Vergessenheit geriet.


Kurzfilm:


Die neue Zeit
Experimentalfilm, Deutschland 2007
Regie: Karsten Wiesel, 1'56 Min.

Arbeit war das wichtigste Thema von Lehr- und Propagandafilme der DDR. Ein Blick in die Archive hat gezeigt, dass in den Filmen für den Staatsbürgerkundeunterricht über eine Zeit von immerhin mehreren Jahrzehnten immer wieder die gleichen Archivbilder montiert wurden. Die Neue Zeit ist eine kleine Staatsbürgerkunde und beschwört die alten Geister und den Traum, dass die Bemühungen des Menschen ihm selbst in einer paradiesischen Zukunft zugute kommen werden.