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Dokumentarfilm - Einmalige Aufführung in Anwesenheit des Regisseurs
Buch: Christoph Hans, Lukas Reiter, Kamera: Lukas Reiter, Musik: Demian Martin
Lützerath, das kleine Dorf im Westen von Nordrhein-Westfalen, direkt neben dem Braunkohletagebau Garzweiler. Ein Ort, an dem 2022 alles zusammenlief, ein kurzer Moment, in dem ein ganzes Land auf die wenigen Häuser, die dort lebenden Menschen und den Widerstand schaute.
Der Tagebau Garzweiler gehört dem Energieunternehmen RWE, das seit Jahrzehnten hier Braunkohle fördert. Der Kohleausstieg ist längst beschlossen, den Schaufelradbaggern fehlt eigentlich die Perspektive, doch 2006 beginnt RWE mit den Umsiedlungen, 2020 mit den Rodungs- und Abrissarbeiten. Der Widerspruch ist enorm, der Widerstand auch.
Lange bevor es losgeht und die Bagger dem Tagebau den Weg ebnen, zieht ein breites Bündnis von Aktivist*innen und Bürger*innen, in Absprache mit dem letzten Bewohner von Lützerath, dem Landwirt Eckardt Heukamp, in den Ort. Niemand wird hier freiwillig gehen. Die Sorgen um die Klimakatastrophe, die Natur, die Menschen, all das bestärkt eine ganze Bewegung darin, diesen Ort, der wie kaum ein anderer die Widersprüche auf engstem Raum zusammenführt, unwidersprochen aufzugeben. Die Bilder des Widerstandes, der Polizei, der Bagger und des kleinen Dorfes an der Abbruchkante gehen durch die Presse, in ganz Deutschland und in der Welt.
Regisseur Lukas Reiter hat diese Bilder auch. Doch sein Zugang ist ein anderer. Er will zeigen, was hier passiert, wie ein solcher Ort funktioniert, wie die Menschen hier leben und die Bewegung sich im Inneren organisiert. Sechs Monate lebt er in Lützerath, als Teil des Widerstandes und als umsichtiger Beobachter, schaut hin, befragt die Menschen, die jetzt hier leben, sich einbringen. Menschen, die politisch und vor Ort alles tun, um das Dorf nicht zu verlieren. Dabei gelingt es ihm, die Bewegung – frei von Klischees und Vorbehalten – eindrucksvoll aufzufächern, nahbar, selbstkritisch und auch immer wieder mit einer Portion angenehmer Leichtigkeit.
Ein Film über Wut, Widerstand, Hoffnung und eine Perspektive, die uns versichert: Lützi lebt, auch wenn das Dorf nicht mehr steht!
Regisseur Lukas Reiter stellt seinen Film höchstpersönlich vor und steht im Anschluss für Q&A / Austausch / Diskussion (open end…) zur Verfügung.
