| Do 08.10. | Fr 09.10. | Sa 10.10. | So 11.10. | Mo 12.10. | Di 13.10. | Mi 14.10. |
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Buch: Roderick Warich, Kamera: Roland Stuprich, Musik: John Gürtler
Mit: Jutamat Lamoon, Wason Dokkathum, Jutarat Burinok u.a.
Jen lebt in Bangkok und pendelt zwischen dem Job an der Rezeption eines Apartmentkomplexes und anonymen Hotelzimmern. Um ihre Miete bezahlen zu können und um ihre Familie auf dem Land zu unterstützen, verkauft sich Jen als Freundin für eine Nacht an fremde Männer. Ihre Dienstleistungen sehen dabei unterschiedlich aus: Zeit, Nähe, Sex oder einfach als Begleitung verbringt sie einzelne Nächte, oder wenn der Preis stimmt sogar mehrere Tage mit Kunden.
Als eines ihrer Treffen zu eskalieren droht, erhält sie Hilfe von Wason, dem örtlichen Barkeeper. Auch Wason lebt prekär und hat wegen seiner immensen Spielschulden regelmäßig zwielichtige Geldeintreiber am Hals. Die beiden kommen sich behutsam näher, und für einen kurzen Moment spürt Jen zum ersten Mal seit langer Zeit echte menschliche Zuneigung. Gemeinsam driften die beiden einsamen Seelen auf Wasons Motorrad durch die neon-schillernde, schwüle Nacht der Millionenmetropole. Doch einen Tag später ist Jen spurlos verschwunden. Verzweifelt macht sich Wason und Pim, Jens Mitbewohnerin, auf eine aussichtslos erscheinende Suche.
„Funeral Casino Blues“ zeigt sich tief fasziniert von Bangkoks Neonlichtern und Parallelwelten. Der Film ist eine atmosphärisch driftende, romantisch-düstere Ballade der nächtlichen Stadt, durchdrungen von der Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben. Dabei gleitet der Film im Verlauf seiner drei Kapitel durch Jens rätselhaftes Verschwinden zunehmend vom Großstadt-Thriller ins Unheimliche.
Regisseur Roderick Warich ließ seinen Darstellern bewusst große Freiheiten, um seinen europäischen Blick nicht dominieren zu lassen. So gelingt ihm ein faszinierendes Porträt von Bangkok sowie von Land und Kultur Thailands zwischen Moderne und Tradition, urbaner Isolation und dem Glauben an Geister.
Kurzfilm:
Fusion

Animationsfilm, Experimentalfilm, Kanada 2024
Regie: Richard Reeves, 3'18 Min.
Eine Erkundung des Zusammenspiels von Ton und Bild. Ein experimentelles Animationsprojekt, bei dem sowohl Ton als auch Bild auf 35-mm-Film gezeichnet wurden.
