| Do 24.09. | Fr 25.09. | Sa 26.09. | So 27.09. | Mo 28.09. | Di 29.09. | Mi 30.09. |
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Buch: Michel Franco, Kamera: Yves Cape
Mit: Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend, Marshall Bell u.a.
Fernando Rodríguez hat es geschafft. Dem jungen mexikanischen Balletttänzer ist es gelungen, illegal über die Grenze in die Vereinigten Staaten zu kommen. Er hat den Transport in einem Lkw-Container und die Stunden überlebt, in denen dieser unter sengender Sonne in der Wüste gestanden hat, und sich danach bis San Francisco durchgeschlagen. Nun steht er in der Küche eines luxuriösen, exquisit eingerichteten Stadthauses und scheint sein Ziel erreicht zu haben.
Das Haus gehört seiner Geliebten Jennifer McCarthy, die die Kulturstiftung ihres Vaters, eines Multimillionärs, leitet. Jennifer ist ebenso reich wie attraktiv und genießt ein glamouröses Leben als Philanthropin in der amerikanischen High Society. Niemand ahnt, dass sie während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko eine leidenschaftliche Beziehung mit dem jungen Tänzer, einem vielversprechenden Talent, führt. Doch jetzt ist Fernando in San Francisco, verliebt und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft – und ohne Papiere, als „Illegaler“, da er vor einigen Jahren schon einmal abgeschoben wurde.
Jennifer ist hin- und hergerissen, als sie spät am Abend nach Hause kommt und Fernando völlig unerwartet in ihrem Bett findet. Auf der einen Seite stehen ihr Begehren und ihre Sehnsucht nach ihm, die sie sogleich in seine Arme treiben. Aber trotz der körperlichen Nähe und Harmonie zwischen ihnen, trotz der sinnlichen Romantik, die sie offensichtlich verbindet, bleibt eine Kluft. Jennifer wahrt immer einen letzten Rest an Distanz. So ist ihre Frage, ob der illegale Grenzübertritt nicht zu riskant war, auch ein dezenter Verweis darauf, dass es ihr lieber wäre, wenn Fernando in Mexico geblieben wäre und sie ihn dort besuchen würde. Denn mit seinem plötzlichen Auftauchen gerät ihre sorgfältig kontrollierte Welt aus den Fugen.
Ballettstar Isaac Hernández brilliert in seiner ersten Filmrolle an der Seite von Oscar®-Preisträgerin Jessica Chastain in Michel Francos provokantem, beklemmend aktuellem Erotikdrama über Machtgefälle, liberale Heuchelei und toxisches Begehren.
Kurzfilm:
Vor meiner Tür auf einer Matte

Animationsfilm, Deutschland 2025
Regie: Antje Heyn, 4'44 Min.
Eine riesige freche Ratte ist bei unserem Protagonisten eingezogen. Sie pfeift zur Musik im Radio mit, hockt im Kühlschrank, planscht in der Wanne und ist einfach überall – laut, nervig, voller Leben. Als sie plötzlich verschwindet, wird ihm klar: Es war noch nie so ruhig in der Wohnung.
