• Touki Bouki – Die Reise der Hyäne. Senegal 1973, 89 Min., wolof/franz. OmU, DCP, FSK: ab 12, Regie: DJIBRIL DIOP MAMBÉTY
Do 22.2. Fr 23.2. Sa 24.2. So 25.2. Mo 26.2. Di 27.2. Mi 28.2.
20:00 19:00 21:30 17:00      

> Reprise <
Buch: Dijbril Diop Mambéty, Kamera: Pap Samba Sow, Georges Bracher,
Musik: Mado Robin, Aminata Fall, Joséphine Baker
Mit: Magaye Niang, Mareme Niang, Christophe Colomb, Moustapha Toure, Aminata Fall

Mory und Anta träumen davon, nach Paris ins „verheißene Land“ zu gehen, ins „Paradies“, von dem Josephine Baker singt. Er ist Viehhirte, doch seine Herden wurden zum Schlachthof geführt. Anta ist eine junge Studentin, die wie Mory am Rande der Gesellschaft lebt. Nun versuchen sie, genügend Geld für die Schiffspassage zusammenzukratzen, um ihr ödes Leben im Senegal hinter sich zu lassen. Dabei schrecken sie auch vor Gaunereien und Verbrechen nicht zurück. Mory ist ein „badou boy“, ein böser Junge. Und Anta steht ihm in nichts nach. Zwei senegalesische Bonnie und Clyde, nur mit weniger Blei und mehr beißendem Sarkasmus – außer Atem in Dakar.
Wenn die zwei auf ihrem mit Rinderhörnern geschmückten Motorrad durch die Slums fahren, sich auf den Klippen über dem Ozean lieben oder eine ihnen zu Ehren abgehaltene Staatsparade imaginieren, dann schwappen in diese Einstellungen, die mal psychedelisch verzerrt und mal als beeindruckend montierter Bildersturm über die Leinwand fegen, immer auch die anderen neuen Wellen jener Zeit hinein – von „Außer Atem“ über „Land in Trance“ bis zu „Easy Rider“.
Hier prallt Tradition auf Erneuerung, werden Rollenbilder aufgebrochen, werden Kolonialismus und dessen Überwindung gleichermaßen sarkastisch verlacht. Und Nonkonformisten werden wie die Rinder zur Schlachtbank geführt (was Mambéty ungeschminkt dokumentiert).
„Touki Bouki“ ist assoziatives Kino at its best! Und trotz aller Anleihen und Einflüsse in seiner Art, Zeit und Raum ganz eigenständig. Ein afrikanisches Roadmovie, das in seinen Leerstellen jede Menge Raum für Interpretationen lässt. (nach: kino-zeit.de).


Kurzfilm:


Myborder Joyfence

Animationsfilm, Großbritannien 2022
Regie: Sam de Ceccatty,  Farbe, 6'06 Min.

Im Garten Eden. Ein schöner und üppiger Zufluchtsort, an dem alle Lebewesen friedlich Unzucht treiben können; die Heimat von Adam und Eva, dem ersten Mann und der ersten Frau auf Erden. Zumindest denkt Eva das, bis sie eines Tages von einer unverschämten Fremden überrascht wird, die sich als Lilith vorstellt, die erste Frau auf der Erde. Was Eva nun erfährt, wird alles, was sie über die Welt - und über sich selbst - weiß, in seinen Grundfesten erschüttern.