• Guzen to sozo. J 2021, 121 Min., jap. OmU, DCP, FSK: ab 16, Regie: RYUSUKE HAMAGUCHI
Do 20.10. Fr 21.10. Sa 22.10. So 23.10. Mo 24.10. Di 25.10. Mi 26.10.
20:00 19:00 21:00 18:00      

Buch: Ryusuke Hamaguchi, Kamera: Yukiko Iioka, Musik: Robert Schumann
Mit: Kotone Furukawa, Kiyohiko Shibukawa, Katsuki Mori, Fusako Urabe

Ein spielerisch poetisches Triptychon voller kunstvoller kleiner Wendungen – der Episodenfilm „Das Glücksrad“ von Ryusuke Hamaguchi („Drive my car“) erzählt drei Kurzgeschichten von Frauen, mal selbstbewusst, mal frech, zurückhaltend oder angepasst, offen oder verschlossen.
In der ersten Episode mit dem Titel „Magie (oder etwas weniger Verlässliches)“ wird das Model Meiko mit ihrer besten Freundin Tsugumi nach einem langen Arbeitstag nach Hause gefahren. Tsugumi schwärmt während der Fahrt von ihrem neuesten Date, und Meiko muss feststellen, dass es sich bei Tsugumis neuer Affäre um Meikos ehemaligen Liebsten handelt. Sie sucht ihn sofort auf, angetrieben von Neugier und einer Spur Eifersucht.
Die zweite Geschichte „Bei offener Tür“ handelt von der verheirateten Studentin Nao, die sich von ihrem jungen Lover Sasaki dazu bringen lässt, einen Professor, der Sasaki sehr geschadet hat, zu verführen, um ihn bloßzustellen. Doch dann läuft alles ganz anders, als sie geplant hat.
In der letzten Geschichte – „Noch einmal“ – trifft Moka auf Nana, die sie mit einer anderen Frau verwechselt. Nana lässt sich dennoch auf ein Gespräch ein, das immer offener und intimer wird.
Die drei Episoden, scheinbar unbedeutend, sind voller Zufälle und Merkwürdigkeiten, die immer mehr Charme und Tiefgang entfalten. Was sie gemeinsam haben, sind neben einer gewissen Leichtigkeit vor allem die verschlungenen Begegnungen mit den Unberechenbarkeiten des Lebens.
Zusammengehalten werden die voneinander unabhängigen Kapitel von Robert Schumanns Klavierstück „Von fremden Ländern und Menschen“ aus dem „Kinderszenen“-Opus. Ähnlich wie diese Komposition ist auch „Das Glücksrad“ eine poetische Miniatur, einfach und kompliziert, luftig und voller Tiefe.

„Das Glücksrad“ wurde auf der 71. Berlinale 2021 mit dem Silbernen Bären: Großer Preis der Jury ausgezeichnet.
Ebenfalls 2021 gewann Hamaguchi mit „Drive my car“ in Cannes den Preis für das beste Drehbuch und Anfang 2022 den Oscar für den besten internationalen Film. 

 


Kurzfilm:


EDGY
Animationsfilm, Deutschland 2022
Regie: Kilian Friedrich, Ann-Kathrin Jahn, Jonas Kleinalstede, Katharina Schnekenbühl, Paula Tschira, 2'38 Min.

EDGY lebt in der Welt der großen, blauen Blöcke, aber irgendwie scheint er nicht zu den anderen zu passen...