Fürther Nachrichten DO 2. Juli 09

Schon gelesen? Die Ankündigung in den Fürther Nachrichten von DER LETZTE APPLAUS und ein Portrait des Produzenten Wolfgang Latteyer.

Der letzte Applaus - El Ultimo Aplauso

D/Arg/J 2009, 88 min., Spanisch mit dt. Untertiteln
Regie: German Kral, Produzent: Wolfgang Latteyer
Tangosänger/innen: Cristina de los Ángeles, Inés Arce, Julio César Fernán; Gitarre: Abel Frías; Orchestersänger: Omar Garré
Orchester & Arrangements: Orquesta Típica Imperial;

"Am Stadtrand von Buenos Aires, wo der Tango geboren wurde, bedeutet Singen zu leben."

"Der letzte Applaus" erzählt die bewegende Geschichte einer vergessenen Gruppe von gealterten Tangosängern aus Buenos Aires, die jahrelang in einer der berühmtesten Tangobars der Stadt aufgetreten sind, der "Bar El Chino". Nachdem der Besitzer der Bar 2001 unter mysteriösen Umständen starb, wurde die Bar von seiner Witwe und ihrem neuen Partner übernommen. Ein paar Wochen später war dieser lebensfrohe Ort abgewirtschaftet und verödet.

"Der letzte Applaus" begleitet das Leben dieser vergessenen Tangosänger von 1999 bis heute. Der Film zeigt ihren Kampf, sich während der größten Wirtschaftskrise Argentiniens ihr tägliches Brot zu verdienen, und die Sehnsucht nach ihrem größten Traum: noch einmal vor ihrem Publikum zu singen und ihren Applaus zu hören, vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben...

Das Schöne an dieser Dokumentation, die den Vergessenen zu einem letzten großen Auftritt mit einem jungen, modernen Orchester verhilft, ist die geduldige Liebe zu ihren Protagonisten, Sie lässt ihnen Zeit zu erzählen, zu schwelgen, zu seufzen, zu schweigen. So bezieht der Film seine Melancholie nicht aus den Posen des Tango, sondern aus den Lebensgeschichten selbst. In den besten Momenten ist es, als vertone die Musik die Erinnerungen dieser Künstler. Dann wird "Der letzte Applaus" zum Making of einer Erinnerung. So rauh, so brüchig und so fern wie der argentinische Tango selbst. (verleih, epd)

Die "Bar El Chino": Viele Jahre lang gab es in Pompeya, einem Viertel am Stadtrand von Buenos Aires, eine ganz besondere Tangobar: die "Bar El Chino", benannt nach ihrem Besitzer El Chino (der Chinese), der nicht das Geringste mit China zu tun hatte. Sein richtiger Name war Jorge García (70), und seine Vorfahren waren spanische Immigranten. Mit nichts als ein wenig Gitarrenbegleitung und viel Wein zur Lockerung der Stimmbänder kamen Freunde und Nachbarn zusammen, um in seiner Bar Tango zu singen.

Am Ende war die "Bar El Chino" so berühmt, dass man reservieren musste, um noch in irgendeiner Ecke Stehplätze zu bekommen. Das Erfolgsgeheimnis war einfach: echtes Tango Ambiente, ehrlich und ungeschminkt, und die Qualität der Sänger, die hier teilweise 30 Jahre lang die schönsten Tangos, die jemals geschrieben wurden, über Liebe, Trauer und die melancholische Stadt Buenos Aires gesungen haben. (Verleih)
Fr. 3.7. ­- Mi. 8.7.

Wir freuen uns ganz besonders darauf, den Produzenten des Films, Wolfgang Latteyer, am Samstag, den 4. Juli, bei uns im Kino begrüßen zu können!

Tangofilm & Tangotanzabend am
Samstag 4. Juli ab 21 Uhr im Kulturforum Fürth

Tango, Vals und Milonga kann man auch tanzen! Im Anschluss an den Film "Der letzte Applaus" laden wir in Kooperation mit der Tanzerei Fürth alle Tangotänzer zur Milonga in den kleinen Saal des Kulturforum Fürth ein.
Und damit die Magie der Milonga, so heißt ein Tangotanzabend, auch alle erreicht und verzaubert, sorgt Sabine (Tangolehrerin der Tanzerei) für wunderbar berauschende Musik. Tango, sich zu zweit von schwelgend schöner Musik wegtragen lassen...

Eintritt Film & Tanz 10 €,
Eintritt nur Tangoabend 4 €