Senora Teresas Aufbruch in ein neues Leben

La Novia del Desierto. Arg/Chile 2017, 78 Min., OmU, DCP, FSK: o.A. Regie+Buch: CECILIA ATÀN / VALERIA PIVATO, Kamera: Sergio Armstrong,
Musik: Leo Sujatovich, Mit: Paulina García, Antonio Rissi

DO 1.3. FR 2.3. SA 3.3. SO 4.3. MO 5.3. DI 6.3. MI 7.3.
-- 19:00 -- 20:30 20:00 -- 20:00

Die 54-jährige Teresa, wunderbar gespielt von Paulina García, befindet sich auf dem Weg von Buenos Aires ins weit entfernte San Juan. Sie musste die Familie, für die sie 30 Jahre lang als Hausmädchen gearbeitet hat, verlassen, da diese gezwungen war, ihr großes Haus zu verkaufen. Eine neue Arbeitsstelle wartet nun jenseits der Wüste auf sie. Teresa schaut recht verzagt in diese unbekannte Zukunft. Bei einem unfreiwilligen Zwischenstopp in einem Wüstenkaff verliert sie dann ihre Tasche mit allen wichtigen Unterlagen. Doch auf der Suche nach ihr lernt sie »El Gringo« kennen, einen fahrenden Händler. Der lockt die sorgenvolle Frau mit seinem Charme aus der Reserve. Irgendwann ist nicht mehr ganz sicher, ob sie überhaupt noch weiterreisen wird.
Atán und Pivato erzählen die Geschichte in langen, ruhigen Einstellungen mit starkem Kontrast zwischen den Wüstenszenen und den Rückblenden mit engen Stadtinnenräumen. Die leicht schwebende, traumartige Atmosphäre mit spärlichen Dialogen sorgt für eine Betonung der Innensicht der Hauptfigur. Denn Teresa befindet sich nicht nur auf einem Roadtrip, sondern auch auf einer Reise in ihre eigene Seele. Die sich anbahnende Romanze mit El Gringo fügt sich in ein größeres, existentialistisches Bild von Verlust, Aufbruch und Erfahrung ungeahnter Freiheit ein – bis das von Sorgenfalten geprägte Gesicht von Paulina García irgendwann von innen her zu strahlen beginnt. (nach: epd, Patrick Seyboth, 2017)

 

 

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