KÖRPER UND SEELE

Teströl és Lélekröl. H 2017, 116 Min., OmU+dF*, DCP, FSK: ab 12, Regie+Buch: ILDIKO ENYEDI. -  Kamera: Máté Herbai, Musik: Adam Balazs
Mit: Alexandra Borbély, Morcsányi Géza, Zoltán Schneider, Ervin Nagy

DO 19.10. FR 20.10. SA 21.10. SO 22.10. MO 23.10. DI 24.10. MI 25.10.
20:00 19:00* -- 19:00 20:00 20:00* 20:00*

In „Körper und Seele“, der bei der Berlinale 2017 den goldenen Bären gewann, erzählt die Altmeisterin des ungarischen Kinos Ildikó Enyedi eine Liebesgeschichte – langsam, still, ein wenig mystisch. Sie erzählt von zwei Menschen, die sich erst vortasten und in ungeschickten, weil schüchternen Gesten ausprobieren müssen, um sich dann dem anderen zu nähern. Der Ort der Handlung allerdings ist alles andere als romantisch oder magisch, sondern Realismus pur: ein Schlachthaus in dem die Protagonisten arbeiten.

Als Mária und Endre durch einen Zufall herausfinden, dass sie des Nachts dieselben Träume träumen, wird ihre Sehnsucht nach Nähe größer, haben sie doch einen Seelenverwandten im jeweiligen Gegenüber gefunden. Während sie sich ihre Träume erzählen, kommen sie sich zwar Stück für Stück, aber nur in ganz kleinen Schritten näher; mehr lässt ihr Alltag, ihre unterschiedlichen Lebensweisen nicht zu. Körper und Seele erzählt hier von Extremfällen, die mit sich alleine, aber nur schwer mit anderen Menschen zurechtkommen.

Ildikó Enyedi hat es geschafft, aus ihren Darstellern ein wunderbar subtiles Schauspiel herauszulocken. Mimik und Gestik sind reduziert, in minimalen Gesten oder leicht lachenden Augen spiegelt sich das Erlebte, die Veränderung, Unsicherheit wie Freude. Sie erzählt in grandiosen Bildern und fängt in vielen Großaufnahmen im Detail ein, was den Alltag der Menschen bestimmt, aber auch das Besondere ausmacht. (nach: Verena Schmöller)

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